Einführungsgottesdienst für Seelsorgerin Juliana Efferoth
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"Steht auf und erhebt eure Häupter – Eure Erlösung naht!"
Am 10. Dezember 2025 wurde Pfarrerin Juliana Efferoth in einem festlichen Gottesdienst in der Klinikkirche des Universitätsklinikums Bonn als evangelische Krankenhausseelsorgerin eingeführt. Unter dem Wochenspruch zum 2. Advent aus Lukas 21,28 – „Seht auf und erhebt Eure Häupter, weil sich Eure Erlösung naht!“ – stand die Feier ganz im Zeichen der Hoffnung und des Gottvertrauens.
Die Predigt griff die bewegende Botschaft des Advents auf:
„Alles ist irgendwie aufgerüttelt – und dann kommt dieser Satz: Erhebt euch, denn euer Ende naht. Die Erlösung naht trotz Apokalypse.“
Gerade im Krankenhaus erleben viele Menschen ihre ganz persönliche „Apokalypse“: Krankheit, Angst, Abschied. Die Seelsorge folgt Jesu Auftrag, dorthin zu schauen, wo andere nicht hinsehen wollen – mitten hinein in Leid und Dunkelheit. Und doch gilt: „Schaut nach oben – die Rettung kommt.“
Pfarrerin Efferoth machte deutlich, was Seelsorge bedeutet: Türen und Herzen öffnen, zeigen, dass Gott nahe ist – auch dann, wenn das Irdische hinter sich gelassen werden muss.
„Gottvertrauen ist die Pille, die unsere Seelsorgerin geben kann: Vertrauen, den Blick weiten und nicht nur das Krankenzimmer sehen.“
Ein besonderer Moment war der Segen für Juliana Efferoth. Er war so kraftvoll, dass ein Funke davon die ganze Gemeinde berührte. In all der Dunkelheit und dem menschlichen Leid strahlte ihr leises Lächeln – ein Eindruck, als sei dieser Segen ein wirklicher Kraftspender für die kommenden Aufgaben.
Die Predigt nahm auch die Geschichte von Emmaus auf: Jesus geht mit, hört zu, begegnet unerkannt.
„Man darf naiv und neugierig sein wie Jesus. Er lässt sich erzählen, was passiert, und eröffnet behutsam eine neue Perspektive.“
Trost, Resonanz und Gemeinschaft – das ist gelebte Seelsorge.
Die ökumenische Zusammenarbeit am UKB wurde ebenfalls gewürdigt: „Hier oben auf dem Berg funktioniert Ökumene prima.“ Vertreterinnen und Vertreter aus Pflege, Diagnostik und der katholischen Seelsorge begleiteten den Gottesdienst und unterstrichen die gemeinsame Verantwortung für die Menschen im Klinikum.
Mit Musik – einfühlsam begleitet von Kantor Stephan Pridik –, mit gemeinsamen Gebeten und dem Schlusslied „Die Nacht ist vorgedrungen“ fand die Feier einen würdigen Ausklang. Sie setzte ein starkes Zeichen der Hoffnung in einer Welt, die so oft von Dunkelheit überschattet ist.
Fotos: (20.01.2026/Anne-Christina Achterberg-Boness)
